Aktiounscomité: Kee Vertrauen an d'Regierung..

D’Ëmfro iwwert d’Liewenskäschte vu Studenten ass ofgeschloss, ma d'Regierung hëlt se net eescht. Dat huet den Aktiounscomité matgedeelt.

Leschten Update: 24.06.2014, 07:42:23

© AFP

Den Aktiounscomité 6670 gleeft net drun, dass d’Regierung eng Etude iwwert d’Auswierkunge vun der Reform vun de Studiebäihëllefe mécht. Dat schreift de Comité an engem Communiqué.

D’Ëmfro iwwert d’Käschte vun de Studente wäert och an den nächsten Deeg ausgewäert a verëffentlecht ginn.

De Comité huet sech awer schockéiert gewisen, dass de Staatssekretär Marc Hansen well e Freideg dru gezweiwelt huet, dass déi Resultater representativ sinn. Iwwer 10% vun all de Studenten hätte matgemaach an dat géif jo duergoe fir representativ ze sinn, esou de Comité.

Lauschtert hei och d'Reportage aus der Morningshow XL:


Hei kënnt der dee ganze Communiqué liesen:

Kein Vertrauen in Versprechen der Regierung

Die Umfrage zu den Lebenshaltungskosten der Studierenden wurde am Sonntag abgeschlossen.
Das Aktionskomitee wertet nun die Ergebnisse aus und wird diese dann in den nächsten Tagen veröffentlichen. Die Studie wurde mit der technischen Hilfe des Centre Information Jeunes (CIJ) ausgearbeitet, damit die Anonymität und Neutralität der Studie gewährleistet werden kann. Über 10 Prozent aller Studierenden aus Luxemburg haben an der Umfrage teilgenommen. Pol Reuter
vom Aktionskomitee erklärt: "Wir freuen uns, dass so viele Studierende an der Umfrage teilgenommen haben. Mit solch hohen Teilnehmerzahlen können wir für der Repräsentativität der Ergebnisse garantieren. Wir werden endlich die realen Lebenshaltungskosten der Studierendeaufzeichnen können."

Schockiert zeigt sich das Aktionskomitee über die Haltung des Regierungsvertreters Marc Hansen, der am Freitag während der Informationsversammlung die Repräsentativität der Ergebnisse anzweifelte, ohne auch nur einen Blick auf die Methodologie geworfen zu haben. Pol Reuter antwortet: "Jeder der sich etwas mit statistischen Methoden auskennt, weiß das eine Stichprobe von 10 Prozent der Grundgesamtheit ausreichend ist. Die Fehlerquote dieser Studie liegt bei unter 3%, das sind Daten, von denen jedes Forschungsinstitut nur träumen könnte. Dass die Regierung die Studie jetzt schon anzweifelt, zeigt nur, dass man Angst davor hat, den Impakt des eigenen Gesetzes vor Augen geführt zu bekommen." Man werde die anonymisierten Datensätze auch für die Regierung zugänglich machen und ist sich sicher, dass diese Studie auch dort den kritischsten Blicken standhalten kann.

Die Regierung selbst plant weiterhin keinerlei Maßnahme um fundiert über die Auswirkungen der Reform diskutieren zu können. Staatssekretär Marc Hansen konnte am Freitag keine Fragen beantworten, wie man konkret vorgehen will. Man versprach nur, dass man irgendwann wohl eine Studie durchführen könnte. Milena Steinmetzer ist skeptisch: "Schon 2010 wurde uns von allen Seiten versprochen, dass man die Studienbeihilfen nach einem Jahr evaluieren will. Damals wurde sogar ein entsprechender Antrag im Parlament beschlossen. Vier Jahre danach gibt es noch immer keine Zahlen, es ist also rein gar nichts passiert. Unser Vertrauen in solche Versprechen tendiert also gegen null."

Wenn es die Regierung mit ihrem Interesse an einer guten Datenbasis Ernst meinen würde, könnte zumindest eine Revisionsklausel direkt in das Gesetz eingebaut werden. Mit dieser Klausel würde sich die Regierung dazu verpflichten nach spätestens zwei Jahren das Gesetz zu evaluieren.
Pol Reuter dazu: "Wir verstehen nicht, wieso die Regierung solch eine Klausel nicht in das Gesetz einbauen will. Die Regierung hat ja dabei nichts zu verlieren. Auch hier zeigt sich wieder, dass die Regierung in alter Manier, wie ihre Vorgänger, jede ernsthafte Evaluierung ihrer Hochschulpolitik
vermeiden will um nicht für das geradestehen zu müssen, was man getan hat."
Das Aktionskomitee hält abschließend fest, dass ohne Daten ein vernünftiges Gesetz nicht möglich ist. "Wegen dem selbsterlegten Sparzwang wird ein schlechtes Gesetz durch das Parlament geboxt. Wir fordern, dass das Gesetzesvorhaben erstmal gestoppt wird um ein Gesetz ausarbeiten zu können, dass auch allen Studierenden gerecht wird.", erklärt abschließend Milena Steinmetzer vom Aktionskomitee.

das Aktionskomitee 6670