Newsdéi gréng: d'Stad brauch méi Recycling-Zentren

Null Offall an der Stad Lëtzebuerg, dat fuerderen déi gréng. D'Stad misst sech nach méi engagéieren.

Leschten Update: 12.06.2019, 08:55:40

© Eldoradio

D’Stad Lëtzebuerg géif nach ze vill Knascht produzéieren an nach net genuch recycléieren. Dat schreiwen déi gréng an engem Communiqué. D’Stad Lëtzebuerg hätt scho vill gemaach, dat géif awer net duer goen. D’Haaptstad misst de Gréngen no eng Virreider-Roll an der Offall-Wirtschaft hunn. E Freideg wëll een dofir eng Motioun mat konkrete Fuerderungen am Stater Gemengerot areechen. Ënner anerem soll Plastik, deen ee just ee mol benotze kann, bei Evenementer an der Stad verbuede ginn, an et bréicht ee méi Recycling-Zenteren.

Liest hei den Detail:

Communiqué vun déi Gréng aus der Stad:

Null Offall Stad Lëtzebuerg: elo!

Die Stadt Luxemburg produziert zu viel Müll. Trotz Bemühungen im Bereich
Abfallwirtschaft fällt in der Hauptstadt mehr Restabfall pro Einwohner.in an als in
anderen Gemeinden. Gleichzeitig ist der Recycling-Anteil der Abfälle geringer, dies
obwohl die nationalen Ziele eine Recyclingquote der Siedlungsabfälle von
mindestens 50% bis 2020, 55% bis 2025 und 60% bis 2030 festhält. Die Ziele der
Kreislaufwirtschaft sehen sogar 75% Recycling bis 2030 vor.

déi gréng sind der Auffassung, dass die Stadt Luxemburg - trotz vereinzelten
begrüßenswerten Bemühungen - bei Abfallvermeidung, Wiederverwendung,
Reparatur und Recycling deutlich mehr tun muss. Seit der flächendeckenden
Einführung der Biotonne im Jahr 2012 und einer Anpassung der Tarife im Jahr 2017,
um Mülltrennung finanziell attraktiver zu machen, sind keine neuen Maßnahmen
mehr ergriffen worden.

Es braucht ein grundlegendes Umdenken, um die Abfallwirtschaft umwelt- und
klimaneutraler zu gestalten: Vermeidung oder Verringerung der als Abfall endenden
Produkte, besonders Verpackungen und Einwegprodukte, müssen vorrangig werden.
Recycling bleibt nur die zweitbeste Strategie, da hierbei grundsätzlich minderwertige
Produkte entstehen. Die Verbrennung des Restabfalls schließlich trägt zum Ausstoß
von Kohlendioxid und anderen klima- und gesundheitsschädlichen Schadstoffen bei.
Die Stadt Luxemburg soll in der Abfallwirtschaft eine Vorreiterrolle einnehmen. Ziel
muss es sein, einen ganzheitlichen Ansatz zu entwickeln und die Abfallmenge pro
Kopf deutlich unter den Wert von heute 553 kg zu senken, wovon nur 41,6%
wiederverwertet werden.

Um dieses Ziel zu erreichen, werden déi gréng im Gemeinderat am 14. Juni 2019
einen Antrag mit konkreten Forderungen eingereicht. Sie betreffen unter anderem die
folgenden Aspekte:

1. Plan national des déchets et de gestion des ressources 2018, d’Ëmweltverwaltung
2. Rapport environnemental 2017 et plan d’action 2018, ville de Luxembourg

1) Strategie und Aktionsplan « Null Offall Stad Lëtzebuerg »
Die Stadt verpflichtet sich dem strategischen Ziel „Null Abfall“ und erarbeitet einen
Aktionsplan, der anhand von konkreten Maßnahmen das Erreichen dieses Ziels
festlegt. Nur durch ein ambitiöses Ziel und mit konkreten, erreichbaren und
überprüfbaren Zwischenzielen wird die Stadt Luxemburg ihrer Verantwortung
gerecht.

2) Plastikverbot bei Festen und öffentlichen Veranstaltungen
Fortan sollen alle Feste und Veranstaltungen, die mit der Unterstützung von oder in
den Räumlichkeiten bzw. im öffentlichen Raum der Stadt Luxemburg stattfinden,
nachhaltig gestaltet werden. déi gréng fordern deshalb ein komplettes Verbot von
Einwegplastik bei Events. Mit einer kompetenten Beratung unterstützt die Stadt
Luxemburg alle Veranstalter.innen, Abfall zu vermeiden und zu reduzieren. Dazu
gehört die Bereitstellung von wiederverwendbaren Bechern und Geschirr sowie dem
„Spullweenschen“.

3) A smart city with smart people
Mülltrennung muss bei allen privaten und öffentlichen Institutionen sowie in
Wohnresidenzen zum Standard werden. Die verschiedenen Abfallsorten (Papier,
Glas, Biomüll, Plastikmüll, Restabfall) sollen getrennt gesammelt werden können. Die
Abfallsteuer soll so reformiert werden, dass sie nach Entleerung oder nach Gewicht
berechnet wird und dadurch die Bürger.innen über den Preis zu einer Vermeidung
und Reduzierung von Müll anhält.
Gleichzeitig sollen mehr Recyclingzentren in Bürgernähe entstehen, wo neben
Recycling auch die Reparatur und Wiederverwendung gefördert werden.

4) Stadt Luxemburg als Vorreiterin
Um glaubwürdig zu sein, muss die Stadt Luxemburg selbst mit gutem Beispiel
vorangehen: déi gréng fordern eine Überprüfung des Potenzials zur
Abfallvermeidung und einer verbesserten Abfallbewirtschaftung sämtlicher Dienste
der Stadt Luxemburg. Dies begreift ebenfalls die Vermeidung von
Lebensmittelverschwendung in den Restaurants der Foyers scolaires und Krippen.
Daraus sind konkrete Maßnahmen zur Begrenzung der Abfallerzeugung zu
entwickeln, welche durch einen Aktionsplan gezielt umgesetzt werden.

déi gréng Stad Lëtzebuerg