Groupe de support psychologique (GSP)226 Asätz d'lescht Joer

2017 hunn d'Membere vum Groupe de support psychologique 793 Stonne mat der Gesamtbetreiung vu Mënschen an Nout verbruecht.

Leschten Update: 12.03.2018, 16:13:14

© www.suppsy.lu

De Groupe de support psychologique vun der Protex war d’lescht Joer bal 800 Stonnen am Asaz. Am ganze waren et 226 Asätz, heescht et am Joresrapport vum GSP.

An de meeschte Fäll gëtt ee bei Doudesfäll geruff fir sech ëm déi Hannerbliwwen ze këmmeren.

Ënnert anerem goufen et d’lescht Joer 77 Betreiunge bedéngt duerch eng natierlech Doudesursaach.

Do dernieft goufen et 47 Interventioune wéinst Suiziden, 7 wéinst Selbstmordversuch an 28 Mol gouf ee bei déidlechë Verkéiersaccidenter an 8 mol wéinst Aarbechtsaccidenter mat déidleche Suitte geruff.  

Aktuell schaffe 64 Benevole fir de GSP


Liest hei de ganze Rapport:

Aktivitätsbericht 2017 der „Groupe de support psychologique“ (GSP)
der Protection Civile

„Letztes Jahr haben die Mitglieder der GSP 793 Stunden mit der Gesamtbetreuung von Menschen in Not verbracht „
Die GSP, die nunmehr seit 21 Jahren besteht, kümmert sich in der Krisenintervention um die Akutbetreuung von traumatisierten Menschen.

Die GSP wurde im Jahr 2017 insgesamt 226 mal angefordert, verteilt über 793 Stunden.

In den meisten Fällen (142 insgesamt), wurde die GSP durch die Notrufzentrale 112 angefordert, 81 mal hat die „Police Grand-Ducale“ um Zusammenarbeit gebeten und 46 mal bat der Arzt des SAMU um die Hilfe der GSP.

In den meisten Fällen waren jeweils 2 Mitglieder der „Groupe de support psychologique“ zusammen im Einsatz um Betroffene zu betreuen, mit einer durchschnittlichen Einsatzdauer zwischen 3 und 4 bis Stunden vor Ort.

Im Juni 2017 wurden die meisten Einsätze gefahren, insgesamt waren dies 29 Einsätze .

Im Vergleich zu den anderen Wochentagen, gab es deutlich mehr Kriseninterventionen am Montag und am Mittwoch, und zwar besonders am Morgen zwischen 8 und 10 Uhr, sowie in den frühen Abendstunden zwischen 18 und 19 Uhr.

Die Arbeit der „Groupe de support psychologique“ besteht aus der Betreuung von Direktbetroffenen, wie Unverletzte und Zeugen bei Unfällen, oder anderen durch besondere Ereignisse betroffene Personen. Eingesetzt werden die Mitarbeiter der GSP aber auch zur Betreuung von Angehörigen bzw. Betroffenen nach tödlichen Verkehrs- oder Hausunfällen, nach Suizid, nach plötzlichem Säuglingstod sowie nach Gewaltverbrechen.

Die Überbringung einer Todesnachricht in Zusammenarbeit mit der Polizei zählt ebenfalls zu den Aufgaben der GSP.
Psychologische Unterstützung bietet die „Groupe de support psychologique“ aber auch indirekt Betroffenen, wie beispielsweise Familien und Freunde von direkt Betroffenen.

Im Rahmen ihrer Aktivitäten stehen die Mitglieder die GSP auch den Einsatzkräften für Einzelgespräche, Nachbesprechungen mit der Einsatzgruppe und anderen Stressbewältigungs- Techniken nach besonders schwierigen Einsätzen zur Seite.
Zu beachten ist ebenfalls, dass sich die Tätigkeit der ehrenamtlichen Mitglieder der GSP nicht ausschließlich auf diese Situationen beschränkt, sondern sie intervenieren auch im Rahmen von Großschadenslagen (z.b beim Absturz einer „Luxair“ Maschine im Jahr 2002).

Durch eine Aktivierung der verbleibenden Ressourcen zur Wiederherstellung des psychologischen und sozialen Wohlbefindens tragen die GSP Mitarbeiter dazu bei, nachfolgende Symptome abzuschwächen oder zu vermeiden.
Aus Studien geht hervor, dass eine psychologische Krisenintervention einen positiven Einfluss auf die Entwicklung von psychischen Folgeschäden hat. Diesen psychologischen Beistand sollte allerdings möglichst unmittelbar nach dem Ereignis einsetzen, denn die frühzeitige Intervention macht den Betroffenen wieder handlungsfähig und grenzt die Entstehung von posttraumatischen Belastungsreaktionen ein.

Letztes Jahr gab es für die GSP insgesamt 77 Betreuungen, bedingt durch eine natürliche Todesursache, 47 Interventionen gab es wegen Suiziden und insgesamt 7 Selbsttötungsversuche. Bezeichnend ist, dass insgesamt 28 Einsätze für die psychosoziale Betreuung bei tödlichen Straßenverkehrs Unfällen gezählt wurden, wegen 8 Arbeitsunfällen mit Todesfolge wurde die GSP alarmiert und 3 Drogentote gab es letztes Jahr zu verzeichen.

Die GSP ist seit 2015 ebenfalls in den „Plan National de Prévention du Suicide au Luxembourg „ (PNPSL) des Gesundheitsministeriums eingebunden. Dieser soll die Ursachen und Folgen der Selbsttötungen bekämpfen und die Todesfälle, die durch Suizid in Luxemburg hervorgerufen werden, verringern.

Bevor die ehrenamtlichen Mitglieder aber aktiv an der Bereitschaft der GSP teilnehmen können, müssen sie eine Basisausbildung von über 120 Stunden, welche sich über einen Zeitraum von zwei Jahren erstreckt, vorweisen. Das Ausbildungsprogramm sieht folgende Themen vor: Einführung in die Psychologie, der Stress und seine Folgen, Kommunikationstechniken, das „Debriefing“, die sozialen Strukturen des Landes, die Organisation der Rettungsdienste und Strukturen sowie Basiskenntnisse im Umgang mit Großschadenslagen. Abschließend müssen sich die angehenden GSP Mitglieder einem schriftlichen und mündlichen Examen unterziehen.

Für ihr Ausbildungsangebot greift die GSP auf qualifizierte Experten aus dem In- und Ausland zurück.
Über die Grundausbildung hinaus erhalten die Mitglieder der GSP eine kontinuierliche Weiterbildung. Diese Weiterbildung erlaubt es den Freiwilligen, ihre Kenntnisse im Bereich der psychosozialen Begleitung zu vertiefen sowie zusätzliche Kenntnisse in neuen Bereichen zu erlangen.

Die GSP besteht aus über 64 ehrenamtlichen Helfern, Frauen und Männern zwischen 21 und 65 Jahren aus allen Regionen des Landes. Die GSP gewährleistet rund um die Uhr einen landesweiten Bereitschaftsdienst.

Die „Groupe de support psychologique“ wird auch einen festen Bestandteil im CGDIS (corps grand-ducal d'incendie et de secours) haben, der am 1.Juli dieses Jahres anlaufen wird.

Der Rettungsdienst betrifft uns alle