Iwwerméissege KonsumCampagne warnt virun Alkohol op der Aarbecht

Scho fir déi 2. Kéier leeft vum 18. bis de 26. Mee d'Aktiounswoch mam Motto „Alkohol? Manner ass besser!“ statt.

Leschten Update: 20.05.2019, 17:14:07

© Eldo

Nieft Däitschland a Lëtzebuerg bedeelegen sech dëst Joer och d'Schwäiz, Liechtenstein an Éisträich un dëser Aktiounswoch. A wann een sech d'Zuelen ukuckt, dann ass dat guer net vu Muttwëll.

Ronn 18'000 Leit zu Lëtzebuerg alkoholofhängeg

Wann een d'Zuele vun der Weltgesondheetsorganisatioun kuckt, dann hu 6,6% vun de Lëtzebuerger eng Stéierung, déi a Relatioun mat Alkohol steet. Ongeféier 18'000 Persoune sollen esouguer Alkoholofhängeg sinn. Ma net nëmmen déi Concernéiert solle mat der Aktiounswoch ugeschwat ginn, jidderee soll säin eegenen Alkoholkonsum iwwerdenken an hannerfroen.

Alkohol kann nämlech net nëmmen ofhängeg mä och krank maachen. An dobäi kommen natierlech och Accidenter an an deem Sënn steet dëst Joer d'Thema Alkohol op der Aarbechtsplaz am Zentrum vun der Aktiounswoch. Well och do ass den Alkoholkonsum net seelen, sief et bei Ofschider, beim Mëttegiessen oder beim labbere Patt no der Aarbecht.

Negativ Auswierkungen op Sécherheet a Produktivitéit

An awer huet en eng ganz Rëtsch negativ Effekter, esou de Gesondheets- an dem Justizministère. Esou klëmmt de Risiko fir en Accident scho bei 0,2 Promill op dat duebelt wéi niichter, bei 1,5 Promill ass et dat 16-facht. Dobäi kommen nach aner Konsequenzen, z.B. ass d'Méiglechkeet, dass Personal ausfält bei riskantem Alkoholkonsum 3 bis 5 mol méi héicht.

D'Konzentratioun an d'Produktivitéit ginn natierlech och erof, dat och vun de Kollegen, déi dëst jo mussen opfänken. Weider stellt Alkoholkonsum och e soziale Problem op der Aarbechtsplaz duer. Esou soll all 6. Kënnegung op Alkohol zeréckzeféiere sinn.

Jidderee kann e Projet ronderëm Alkohol op der Aarbecht maachen

An da kënnt jo natierlech nach de Risiko vun Accidenter um Wee fir op oder vun der Aarbechtsplaz dobäi. Bei engem Drëttel vun den Accidenter am Verkéier soll Alkohol mat am Spill sinn, esou d'Sécurité Routière. D'Aktiounswoch baut iwwerdeems um Engagement vu Fräiwëllegen op, déi iwwer Alkohol sollen informéieren, Gespréicher sollen ureegen an dozou animéieren iwwer den eegene Konsum nozedenken.

LINK / Weider Informatiounen an d'Umeldunge fannt dir hei!

Hei de ganze Communiqué:

Die Aktionswoche „Alkohol? Weniger ist besser!“ findet alle zwei Jahre statt. Vom 18. bis 26. Mai 2019 wird die Aktionswoche in Luxemburg bereits zum 2. Mal aufgelegt. Sie ist eine einzigartige Präventionskampagne gegen den übermäßigen Konsum von Alkohol. Denn sie baut in erster Linie auf Freiwilligkeit, Bürgerengagement und Selbsthilfe.

Die Aktionswoche findet in enger Zusammenarbeit mit der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) statt, welche die „Aktionswoche Alkohol“ seit 2009 in Deutschland alle 2 Jahre initiiert. Dieses Jahr beteiligen sich neben Deutschland und Luxemburg auch die Schweiz, Liechtenstein und Österreich.

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO, 2018) haben 6,6% der Bevölkerung in Luxemburg eine Störung mit Alkohol, sogar 2,9%, also ungefähr 18.000 Menschen, leiden unter einer Abhängigkeit. [1]

Die Aktionswoche Alkohol wendet sich an alle, die Alkohol konsumieren und regt an über seinen eigenen Konsum nachzudenken. Alkohol macht nicht nur abhängig, sondern macht auch krank. Der Konsum von Alkohol ist mitverantwortlich für über 200 Krankheiten (Krebs, Herz-Gefäßkrankheiten, Leberzirrhose, Abhängigkeit, Demenz, usw.). Es gibt kein risikofreies Maß für den Alkoholkonsum. Die Gesundheitsdirektion stützt sich auf die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation für einen risikoarmen Konsum, und rät allen Frauen nicht mehr als 1 Glas Alkohol täglich, allen Männern nicht mehr als 2 Gläser täglich zu konsumieren. Auch sollten sie mindestens an 2 Tagen in der Woche keinen Alkohol konsumieren.

Kein Alkohol am Arbeitsplatz! 

Das Schwerpunktthema der Aktionswoche 2019 lautet: „Kein Alkohol am Arbeitsplatz!“. Wer Alkohol am Arbeitsplatz konsumiert gefährdet nicht nur sich, sondern auch andere.

Alkohol ist oft auf dem Arbeitsplatz vorhanden. Zum Beispiel bei Abschieden, beim Mittagessen, After-Work etc. Dieser Konsum am Arbeitsplatz hat Auswirkungen auf die Gesundheit der Arbeitnehmer (Verkehrsunfälle, Bedienen von Maschinen, Fahren von Maschinen usw.) und vermindert die Arbeitsleistung.

Laut der DHS hat der Konsum von Alkohol Auswirkungen auf die Anzahl und das Ausmaß von Arbeitsunfällen; schätzungsweise 25% aller Arbeitsunfälle sind auf Alkohol zurückzuführen:

  • 0,2 Promille Blutalkohol: doppelt so hohes Unfallrisiko als nüchtern.
  • 0,3 Promille Blutalkohol: verminderte Aufmerksamkeit, geringere Konzentrationsfähigkeit und nachlassender Widerstand gegen Ermüdung; zweimal höheres Unfallrisiko als nüchtern.
  • 0,5 Promille Blutalkohol: verlangsamte Reaktionsfähigkeit; dreimal höheres Unfallrisiko als nüchtern.
  • 0,8 Promille Blutalkohol: deutliche Beeinträchtigung des Gleichgewichtssinns, der Klarheit des Denkens und des selbstkritischen Handelns, deutlich verlangsamte Reaktionsfähigkeit; viereinhalbmal höheres Unfallrisiko als nüchtern.
  • 1,5 Promille Blutalkohol: 16-mal höheres Unfallrisiko als nüchtern.

Andere Konsequenzen von Alkohol am Arbeitsplatz sind:

  • Das Ausfallen von Arbeitskräften (das Fehlen des Personals ist 3- bis 5-mal höher bei riskantem Alkoholkonsum).
  • Verminderung der Produktivität, der Aufmerksamkeit und der Konzentration der Konsumenten, aber auch von den Arbeitskräften, die durch den Konsum ihrer Kollegen beeinflusst werden, und dadurch mehr oder schneller arbeiten müssen.
  • Negativer Einfluss auf soziale Beziehungen (Scheidungen, schlechtes Arbeitsklima) und Arbeitsbeziehungen (Kündigung: jede 6. Kündigung ist auf Alkohol zurückzuführen).
  • Ein Drittel aller Verkehrsunfälle sind auf Alkohol zurückzuführen (laut der Sécurité routière).

Mitmachen ausdrücklich erwünscht!

Diese einzigartige Präventionskampagne baut in erster Linie auf Multiplikatoren, Bürgerengagement und Selbsthilfe. Das Herzstück bilden demnach die Freiwilligen, die die Kernaussagen der Aktionswoche verbreiten: in Arztpraxen und Spitälern, in Fußgängerzonen und Einkaufspassagen, in der Schule, am Arbeitsplatz, während Veranstaltungen von Sport- oder Jugend-Vereinen in denen sie aktiv sind. Sie informieren über Alkohol und regen in Gesprächen an, über den eigenen Alkoholkonsum nachzudenken: Wie viel Alkohol trinke ich? Und was ist zu viel?

Möchten Sie an der Aktionswoche teilnehmen?

  • Dann posten Sie ein Foto, auf Facebook oder Instagram, auf welchem sie „Nein“ zum Alkohol sagen. Dieses Foto können sie mit dem Hashtag #alcoholISaidNo kennzeichnen um an dem Wettbewerb teilzunehmen.
  • Veranstalten sie eine Aktion an ihrem Arbeitsplatz. Sie können sich auf unserer Webseite: www.aktionswoche-akohol.lu anmelden und ihr Projekt hochladen. Außerdem können sie gratis Informationsmaterial bei uns bestellen.

In diesem Sinne hat die Gesundheitsdirektion die Aktionswoche dieses Jahr in enger Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Arbeit, Beschäftigung sowie Sozial- und Solidarwirtschaft organisiert, mit u.a.:

- Posterverteilung und Mailing an alle Partner im Gesundheitsbereich, Arbeitsministerium, große Betriebe, Arbeitsmediziner, Fachstellen für Suchtberatung, Schulen, Medien.

- Organisation von Wettbewerben für die Allgemeinbevölkerung und für Betriebe.

- Neue Broschüre: „Alkohol am Arbeitsplatz“ (in Ausarbeitung).

Weitere Informationen finden Sie auch auf der Internetplattform und Internetseite: www.aktionswoche-alkohol.lu.