Donieft maachen de Baueren, déi héich Käschte fir Dünger an Energie, Suergen.

De Landwirtschaftsminister Claude Haagen an d'Vertrieder vun de Lëtzebuerger Kär-Baueren hunn zesummen de Bilan vun der Recolte vun dësem Summer gezunn. Wéi an de Gespréicher rauskoum, wieren d'Baueren, dëst Joer, am Allgemengen, zefridde mat der Quantitéit an der Qualitéit vum Kär gewiescht. Allerdéngs wier et hei zu staarke regionale Schwankunge komm Wéinst der Hëtzt an deem wéinege Reen, hätten déi verschidde Kulturen ausserdeem ganz fréi missen erageholl ginn.

Suerge maachen de Baueren da, virun allem 2 Saachen: Engersäits sinn d'Käschte fir den Dünger an d'Energie däitlech geklommen. Anerersäits waren d'Recolte beim Mais a bei de Gromperen, esouwuel wat d'Quantitéit, ewéi och d'Qualitéit betrëfft, schlecht ausgefall.

Hei fannt dir weider Informatiounen iwwer d'Recolte vun dësem Summer:

Erntegespräche 2022 mit Claude Haagen: Gute Getreideernte jedoch mangelhafte Futtererträge (21.09.2022)

Communiqué par : Ministerium für Landwirtschaft, Weinbau und ländliche Entwicklung / De Verband / Lëtzebuerger Saatbaugenossenschaft LSG / BAKO Bauerekoperativ / Moulins de Kleinbettingen

 

Der Minister für Landwirtschaft, Weinbau und ländliche Entwicklung, Claude Haagen, traf heute die Vertreter des Getreidesektors (De Verband Group, Lëtzebuerger Saatbaugenossenschaft LSG, Bauerekoperativ BAKO SC, Moulins de Kleinbettingen) in den Gebäulichkeiten von De Verband in Colmar-Berg, um anlässlich der Erntegespräche Bilanz zu ziehen.

Gute, historisch frühe Getreideernte, jedoch starke regionale Schwankungen

Die Getreidekulturen entwickelten sich im Frühjahr 2021 recht gut, nur der spät gesäte Winterweizen und das Sommergetreide bereiteten angesichts des Regenmangels Sorgen. Die regional unterschiedliche Regenverteilung im Frühjahr und die Hitzetage im Mai und Juni waren Ursache für unterschiedliche Erträge in der Ernte. Vor allem im Süden des Landes und entlang der Mosel, sowie auf leichten Standorten kam es durch die Trockenheit zu unterdurchschnittlichen Erträgen. Landesweit erreichte die Getreideernte dennoch ein hohes Ertragsniveau. Was den historisch frühen Zeitpunkt der Ernte angeht, so wurde schon Mitte Juni die erste Wintergerste an den Annahmestellen entgegengenommen. Die letzten Getreidebestände wurden schon Anfang August im Ösling gedroschen. Die Ernte 2022 konnte trocken, ohne Energieaufwand von Gas oder Heizöl, abgeschlossen werden.

Die Qualitäten des abgelieferten Sommergetreides und des Rapses waren gut. Die Krankheitsbelastung des Getreides war trockenheitsbedingt deutlich geringer als im Vorjahr, so Klaus Palzkill (De Verband), Steve Turmes (LSG) und Günther Mertes (BAKO SC).

Auch Hafer und Dinkel konnten mit exzellenten Qualitäten, besonders im Hektolitergewicht, und höheren Annahmemengen überzeugen, bedingt durch vergrösserte Anbauflächen. Hafer und Dinkel werden dieses Jahr wieder zu sehr guten Preisen vermarktet, so Günter Mertes (BAKO SC).

Die Anbaufläche von Winterweizen für das heimische Brotgetreide und die Mehlproduktion für das Label „Produit du terroir – Lëtzebuerger Wees, Miel a Brout” war im Jahr 2022 leicht rückgängig. Die geernteten Mengen sind auf gleichem Niveau als in den Vorjahren, so dass der inländische Markt versorgt ist. Die Qualität von Weichweizen, für die Produktion von Brot, und von Hartweizen, für Teigwaren, ist dieses Jahr hervorragend, so Jean Muller (Moulins de Kleinbettingen).

Die guten Erträge wurden nur von den Betrieben erzielt, die ihre Bestände optimal geführt und gedüngt haben.

Getreidepreise und volatile Produktionskosten auf hohem Niveau

Schon nach der Ernte 2021 stiegen die Getreidepreise bis Ende Februar kontinuierlich an. Ursache für diese Entwicklung waren knapp versorgte Märkte, die auf eine hohe Nachfrage trafen. Nach dem Beginn des Ukrainekrieges explodierten die Getreide- und Rapspreise regelrecht, weil man große Sorgen um eine ausreichende weltweite Nahrungsmittelversorgung hatte. Parallel zu den besseren Erlösen, stiegen in einem deutlich höheren Maß die Kosten für Dünger und Energie. Die Rentabilität des Ackerbaues hängt in diesem Jahr vom Zeitpunkt des Düngereinkaufs und dem Termin des Getreideverkaufs ab.

Sorgenkinder Kartoffel- und Futterbau, schlechte Mais- und Grünlanderträge

Der Minister für Landwirtschaft, Weinbau und ländliche Entwicklung, Claude Haagen, blickte mit Sorgen auf die Mais- und Grünlanderträge. Das Grünland stellte ab Mitte Juni wegen fehlender Niederschläge fast landesweit das Wachstum ein. Auf den Versuchsparzellen der ASTA betragen die Ertragsverluste im Grünland über 3 Schnitte zurzeit um 30%, regional können die Ertragsverluste noch größer sein. Mit etwas Glück kann im Herbst noch ein letzter Grünlandschnitt eingebracht werden, jedoch bleibt der Ertrag deutlich unter den Vorjahreswerten.

Der Mais hat vielerorts die Trockenheit nicht gut überstanden und wurde mit deutlichen Ertrags- und Qualitätsverlusten geerntet. Die Maisernte startete wegen der vielen Sonnenstunden sehr früh und war in der dritten Septemberwoche weitestgehend abgeschlossen.

Sorgen bereiten ebenfalls die schwachen Erträge bei den Kartoffeln. Der fehlende Regen in den Sommermonaten hat das Wachstum der Knollen gebremst.

Claude Haagen unterstrich die Wichtigkeit unserer heimischen Getreide-, Pflanzen- und Futterproduktion, insbesondere in Krisenzeiten in denen kurze und verlässliche Lieferketten immer wichtiger werden, und Verbraucher sich für Produkte aus der Region interessieren.

Ferner ging Claude Haagen auf die vom Ministerium für Landwirtschaft, Weinbau und ländliche Entwicklung unterstütze Ernteausfallversicherung ein. Die Ernteausfallversicherung gibt den Landwirten die Möglichkeit ihre Kulturen gegen Hagel, Starkregen, Frost und Trockenheit zu versichern, 65% des Beitrages werden vom Landwirtschaftsministerium übernommen.

Die Erntegespräche fanden in den Gebäulichkeiten des genossenschaftlichen Traditionsunternehmens De Verband statt, ein wichtiger Partner der Landwirte und Vermarkter im Getreidemarkt. Durch die optimale Infrastruktur mit zahlreichen Annahmestellen, Trocknungs- und Reinigungsanlagen sowie ausreichenden Lagerkapazitäten trägt er zum reibungslosen Ablauf der Getreideernte in Luxemburg bei.

Am späten Nachmittag um 17 Uhr besucht S.K.H. der Großherzog Henri die Vertreter des Getreidesektors in Anwesenheit von Minister Claude Haagen im Verband, um sich über den Verlauf der Erntegespräche zu informieren.

Der Minister für Landwirtschaft, Weinbau und ländliche Entwicklung wird sich zeitnahe mit den Vertretern des Getreidesektors im Rahmen des „Kärendësch-Austausches“ zusammensetzen.