Bei de Leit am Alter vun 18 bis 24 Joer haten zejoert 33 Prozent gefëmmt. Bei deenen am Alter vu 24 bis 34 waren et der esouguer 35 Prozent.

Am Laf vun de leschten 2 Joer ass den Undeel vun de Mënschen, déi bannent dem leschte Joer gefëmmt hunn, nees staark geklommen, esou d'Lucienne Thommes, Direktesch vun der Fondation Cancer. Eleng 2019 wier den Undeel vun de Leit, déi bannent deem Joer gefëmmt haten ëm 6 Prozent geklommen. Dem Lucienne Thommes géif dat enger Augmentatioun vun 28 Prozent vun der Zuel vun de Fëmmerten entspriechen.

Besonnesch bei deene Jonken ass den Undeel vun de Fëmmerte besonnesch héich. Bei de Leit am Alter vun 18 bis 24 Joer haten zejoert 33 Prozent gefëmmt. Bei deenen am Alter vu 24 bis 34 waren et der esouguer 35 Prozent. Dass grad esouvill Jonker fëmmen, hätt eng Partie Grënn. Engersäits wieren déi Jonk nach ëmmer engem gewësse sozialen Drock ausgesat.

D'Fëmme géing nach dacks als cool an als en Zeechen, dass een erwuesse wier, ugesi ginn. Anerersäits, géif d’Tubaksindustrie mat hirem Marketing dann och geziilt déi Jonk uschwätzen. Woubäi dëse Marketing mëttlerweil besonnesch am Internet an op de sozialen Netzwierker geschéie géing.

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Fir dass déi Jonk net mam Fëmmen ufänken, kéint een dem Lucienne Thommes e puer Saachen ënnerhuelen. Engersäits misst een déi Jonk iwwer d’Gefore vum Tubak opklären an hinnen dobäi hëllefen hiert Selbstbewosstsinn ze stäerken. Bei der Opklärung misst ee virun allem d'Schoulen, respektiv d'Lycéeën an d'Universitéiten an d'Verantwortung huelen. Vill ze dacks géifen déi Jonk wärend hirer schoulescher, respektiv universitärer Karriär nëmme sporadesch iwwer d'Fëmmen opgekläert ginn. Ma dës Opklärung misst der Fondation Cancer no méi staark am Schoulprogramm verankert ginn. Schliisslech wier de Präis en Hiewel, un deem een usetze kéint, fir, dass déi Jonk net mam Fëmmen ufänke géifen. Zu Lëtzebuerg wier de Pak Zigaretten nach ëmmer vill ze bëlleg. Fir, dass déi Jonk net ufänke géifen ze fëmmen, misst Dësen däitlech méi Sue kaschten.

Wien da scho fëmmt an domadder ophale wëll, kann sech un d’Fondation Cancer riichten. Dës bitt de Leit, déi hir Tubak-Sucht lass wëlle ginn eng Rei vu Berodungen un. Och den Asaz vun Nikotin-Ersatzproduite wier eng Méiglechkeet, fir sech d'Fëmmen ofzegewinnen. Wien d'Fondation Cancer kontaktéiere wëll, kann dat iwwer d'Telefonsnummer 45 30 331 maachen. Op der Internetsäit "maviesanstabac.lu" fënnt een da konkret Tipps fir mam Fëmmen opzehalen.

Communiqué vun der Fondation Cancer

Tabakkonsum bleibt 2020 auf hohem Niveau

88.000 Luxemburger rauchen täglich

Mehr als ein Viertel (26 Prozent) aller Einwohner Luxemburgs über 16 Jahre hat im Jahr 2020 geraucht. 17 Prozent greifen sogar täglich zur Zigarette. Das geht aus der jährlich Umfrage hervor, die TNS Ilres im Auftrag der Fondation Cancer auch 2020 wieder durchgeführt hat. Hierzu wurden 3.019 in Luxemburg lebende Menschen über 16 Jahren befragt.

Auf die Gesamtbevölkerung (über 16 Jahre) hochgerechnet, gehören demnach rund 135.000 Bewohnerinnen und Bewohner des Großherzogtums zu den Rauchern. Mehr als 88.000 von ihnen rauchen jeden Tag. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem ein ungewöhnlich starker Anstieg beobachtet wurde (2019 rauchten 27 Prozent aller Erwachsenen), veränderte sich der Anteil der Raucher im Jahr 2020 mit einem Minus von einem Prozentpunkt nur sehr bedingt.
Die Zahlen von 2020 liegen damit deutlich über dem Schnitt des vergangenen Jahrzehnts. Seit 2011 lag die Raucherquote nur in den vergangenen beiden Jahren je über 23 Prozent. Dass mehr als ein Viertel der luxemburgischen Bevölkerung raucht, war zuletzt vor mehr als 15 Jahren, nämlich im Jahr 2005, der Fall.

Den größten Anteil stellen die Raucher unter den jungen Bevölkerungsgruppen. Ein Drittel (33 Prozent) der 18 bis 24-Jährigen hat 2020 geraucht, bei der Gruppe der 25 bis 34-Jährigen waren es sogar 35 Prozent.

Erschreckende Zahlen

Lässt man den außergewöhnlich starken Anstieg des Jahres 2019 außen vor, lesen sich die Zahlen von 2020 durchaus erschreckend. Im Vergleich zum restlichen vorangegangenen Jahrzehnt ist die Raucherquote in allen Altersgruppen bis auf eine (45 bis 54-Jährige) gestiegen. Nach wie vor stellen die Männer einen großen Teil der rauchenden Bevölkerung, allerdings ist der Anstieg unter den rauchenden Frauen stetig. Seit 2016 stieg die Raucherquote unter Frauen von 18 Prozent auf nun 25 Prozent. Besonders eindrücklich ist hingegen der konstante Anstieg unter den Raucherinnen der Altersgruppe 25 bis 34 Jahre. Ein Drittel der jungen Frauen rauchten im Jahr 2020.

Wasserpfeife beliebt Neben dem „klassischen“ Tabakkonsum in der Form von Zigaretten rauchen besonders die jüngsten Zielgruppen regelmäßig Wasserpfeifen (sogenannte Shishas). Die Quote der Shisha-Raucher ist mit 29 Prozent unter den 16 bis 24-Jährigen und 17 Prozent unter den 25 bis 34-Jährigen etwas geringer als der Zigarettenkonsum. Der Trend zeigt aber in beiden Altersgruppen nach oben: 2016 rauchten nur 20 Prozent der 16 bis 24-Jährigen Wasserpfeife, der Anstieg beträgt also ca. 9 Prozentpunkte. Die Anzahl der 25 bis 34-Jährigen, die Shisha rauchen stieg sogar um 10 Prozentpunkte. (2016: 7 Prozent).

Insgesamt geht der Trend allerdings nicht zum Aufhören. Zwar gaben 48 Prozent aller Raucherinnen und Raucher in der TNS Ilres-Umfrage an, gerne aufhören zu wollen – dies ist aber die geringste Quote seit 2008. Zu Beginn des vergangenen Jahrzehnts gaben rund 60 Prozent der Menschen an, ihre Sucht bekämpfen zu wollen.

Anti-Tabak-Politik in Luxemburg greift nicht

Die Zahlen der diesjährigen Umfrage zum Tabakkonsum der Luxemburgerinnen und Luxemburger bedeuten aus Sicht der Fondation Cancer vor allem eines: die Anti-Tabak-Politik hat in Luxemburg bisher keine Früchte getragen. Obwohl im August 2017 ein neues Anti-Tabak-Gesetz in Kraft getreten ist, hat sich in der Folge keine Verbesserung der Raucherquoten gezeigt.

Fondation Cancer fordert wirksame Maßnahmen Es müssen also weitere Anstrengungen geleistet werden. Ein Mittel wäre die konsequente Preiserhöhung von sämtlichen Tabak-Produkten. Laut der Weltbank ist dies die wirksamste Lösung, um den Tabak-Konsum zu minimieren – insbesondere unter jungen Menschen. Kostet eine Schachtel statt sechs Euro eher 20 (wie es zum Beispiel in Australien der Fall ist), sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen überhaupt zur Zigarette greifen.

Daneben müssen Präventionsprogramme weiter ihren Weg in sämtliche Bildungsstufen finden. Nicht nur auf Grundschul- und Gymnasialniveau soll über die Risiken des Tabak-Konsums aufgeklärt werden, sondern auch an Universitäten – schließlich zeigen auch die Zahlen der Umfrage des Jahres 2020, dass Studierende häufiger zu den Rauchern gehören als der gesellschaftliche Durchschnitt.

Die Fondation Cancer ist des Weiteren aber auch der Meinung, dass der Gesetzgeber durch neue Regeln seinen Beitrag leisten muss. Dazu gehört ein Werbungsverbot für Tabakprodukte an den Verkaufsstellen und die Einführung der neutralen Zigarettenschachtel – kurz: In Luxemburg sind Maßnahmen nötig, die sich im Ausland bereits als wirksam herausgestellt haben.